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St. Nikolaus Kirche in Neuenstadt |
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Nach Unterlagen des Heimatforschers Eugen Kress † zusammengestellt von |
Westansicht |
Innenraum |
Ostansicht |
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Einleitung
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Geschichte |
| 1481 | Der Status "Pfarrkirche" der Helmbundkirche wird aufgehoben. Die Nikolauskapelle wird zur Pfarrkirche erhoben |
| 1541 | In Neuenstadt wird die Reformation eingeführt. Als erster evangelischer Pfarrer wird Jacob Ratz genannt. |
| 1541 | Bürg wird nach Neuenstadt "eingepfarrt". Die Geistlichen waren zugleich Pfarrer in Bürg. Die evangelischen Bürger von Bürg besuchen den Gottesdienst in Neuenstadt bis 1674. |
| 1547 | Neuenstadt, Weinsberg und Möckmühl sind in einem Dekanat vereinigt. |
| 1551 | Das Kloster Schöntal gibt die Pfarrei Neuenstadt an Württemberg ab. Dagegen verpflichtet sich Württemberg die Besoldung des Pfarrers, des Diakonus und des Schulmeisters in Neuenstadt und Cleversulzbach zu übernehmen |
| 1595 | Umbau der Kirche. |
| 1650 | Herzogs Friedrich von Württemberg-Neuenstadt (1615 bis 1682) beginnt seine Regierung und heiratet 1653 Clara Augusta von Braunschweig-Wolfenbüttel. |
| 1653 | Herzog Friedrich und seine Gemahlin stiften vermutlich die erste Orgel, sie wurde von dem Heidelberger Orgelbauer Jakob Gaupp hergestellt. |
| 1653 | An der Nordseite befindet sich ein weiterer Eingang, ein Treppenturm, über den die Emporen zugänglich waren |
| 1656 | Herzog Friedrich von Württemberg-Neuenstadt und seine Gemahlin stiften das Abendmahlsgerät: Behältnis für die Hostien (Zimborium). Die Patene, die Hostien werden damit den Abendmahlsteilnehmern gereicht. Eine Kanne für den Abendmahlswein und einen Abendmahlskelch. Die Wappen und die Initialen "F.H.Z.W." sowie "C.H.Z.W.G.H.Z.B.V.L." weisen auf die Stifter "Friedrich Herzog zu Württemberg" und "Clara Augusta Herzogin zu Württemberg geborene Herzogin zu Braunschweig von Lüneburg" hin. |
| 1664 | Bau der ersten Gruft zwischen Turm und Kirche (unter der Sakristei) |
| 1682 | Herzog Friedrich stirbt und wird in der Gruft beigesetzt. Sein Nachfolger wird sein ältester Sohn Herzog Friedrich August von Württemberg-Neuenstadt (1654 bis 1716) |
| 1700 | Bau der zweiten Gruft unter dem Chor. |
| 1703 | Herzog Friedrich August stiftet das Kreuz am Altar. Es ist aus Sandstein, Der Körper von Christus ist aus Marmor gefertigt |
| 1716 | Herzog Carl Rudolf von Württemberg-Neuenstadt (1667 - 1742) übernimmt die Regierungsgeschäfte nach dem Tod seines Bruders Herzog Friedrich August |
| 1741 | Herzog Carl Rudolf stiftet ein Jahr vor seinem Tode die neue Orgel mit 10 Manual- und 2 Pedalregistern. Die Stiftung beinhaltete nur einen Teil der Kosten. Der Erbauer ist Adam Ehrlich aus Wachbach bei Bad Mergentheim. Der ursprüngliche Platz dieser Orgel ist auf einer Empore an der Ostseite des Chores. 1874 wurde die Orgel an den heutigen Platz an der Westseite der Kirche versetzt. Die Initialen und das Stifterjahr mit dem Wappen sind deutlich sichtbar angebracht. |
| 1771 | Als letztes Glied der Linie Württemberg-Neuenstadt wurde Prinzessin Friederike in der Gruft beigesetzt, damit endet die Zeit der Fürstlichen Familien in Schloss von Neuenstadt. Nach der letzten Beisetzung im Jahr 1781 wurde die Gruft zugemauert |
| 1787 | Renovierungen der Kirche, Einzelheiten sind nicht bekannt |
| 1829 | Nachdem eine Straße nach Bürg gebaut wurde und damit der Platz vor der Kirche auf der Westseite vergrößert werden konnte, war es möglich ein neues größeres Westportal zu bauen. Der nördliche Zugang zu den Emporen wird abgebrochen. |
| 1855 | Orgelrenovierung, 2 neue Register, Veränderung der Tastatur |
| 1874 | Die Orgel war bis zu diesem Zeitpunkt auf einer Empore im Chor |
| 1887 | Nach dem Gesetz vom 14.Juni 1887 ist das kirchliche Vermögen ausgeschieden worden; das Eigentum an der Kirche steht der Kirchengemeinde zu, ebenso an den Glocken auf dem Torturm, für deren Benützung die Gemeinde ein jährliche Gebühr bezahlt. Bei der Vermögensausscheidung im Jahr 1887 sind der Kirchengemeinde 31 911 Mark an Vermögenswerten zum größten Teil aus Mitteln der Stiftungspflege zugefallen |
| 1891 | Renovierung 1891(Gedenkblatt der Kirchenrenovierung 1891):
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| 1908 | Zur Beleuchtung bei Abendgottesdiensten werden 17 Gaslampen eingebaut |
| 1917 | Gegen Ende des 1. Weltkrieges mussten für Kriegszwecke die größte und kleinste Glocke abgeliefert werden. Um wieder ein volles Geläute zu erhalten wurde 1920 die einzige, noch vorhandene, Bronzeglocke an die Kirchengemeinde Biberach Kr. Heilbronn verkauft und der Glockenturm mit 3 neuen Eisenhartgussglocken ausgestattet. Diese Glocken wurden dann bis 1968 benutzt |
| 1945 | Beschädigung der Kirche durch Kriegshandlungen im 2. Weltkrieg:
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| 1948 | Das Chordach wurde wieder aufgebaut |
| 1949 | Die Außenseiten der Kirche und des Torturms wurden erneuert und das Sgraffito "Erzengel im Kampf mit dem Drachen" von Prof. Yelin angebracht. |
| 1950 | Die Kirche erhält neue Chorfenster. Im September fand ein Dankgottesdienst statt |
| 1952 | Die Orgel, der Kronleuchter und die Sakristei wurden erneuert. |
| 1957 | Umfassende Erneuerungsarbeiten in der Stadtkirche
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| 1963 | Fa. Rensch aus Laufen ergänzte die Orgel um ein Rückpositiv. Die Orgel hat jetzt 19 Register und 1532 Pfeifen. |
| 1965 | Einbau einer elektrischen Heizung |
| 1968 | Die Kirche erhält neue Glocken aus der Glockengießerei Bachert von Kochendorf |
| 1978/79 | Außen- und Innenrenovierung ohne wesentliche Veränderung. Doppelverglasung der Fenster und Ausreinigung der Orgel |
| 1982 | Neue Lautsprecheranlage |
| 1993 | Neue Wandleuchten im Chor |
| 1995 | Neuer Abendmahlskelch |
| 2004 | Restaurierung und Erweiterung der Orgel, Abschluss: Frühjahr 2005 |
| 2005 | Anschaffung von Einzelkelchen für das Abendmahl |