|
|
Die Herzoggruft in Neuenstadt |
|
|
In der fürstlichen Gruft unter dem Chor der Stadtkirche haben drei Herzöge von Württemberg-Neuenstadt mit ihren Angehörigen die letzte Ruhestätte gefunden. Hier sind Herzog Friedrich, der Begründer der Neuenstädter Linie und seine Gemahlin Klara Agusta aufgebahrt. Neben ihnen ruhen ihre Söhne Ferdinand, Wilhelm und Karl Rudolf, einst berühmte Feldherren ihrer Zeit. Herzog Karl Rudolf führte nach dem Tode des regierenden Herzog Eberhard Ludwig und während der Minderjährigkeit des Herzogs Karl Eugen als Administrator die Regierung des Landes Württemberg. Als letztes Glied der Linie Württemberg-Neuenstadt wurde Prinzessin Friederike in der Gruft beigesetzt. Sie ist am 8. Mai 1781 hier verstorben. Nach ihrem Tode wurde die Gruft zugemauert und erst 110 Jahre später 1891 wieder geöffnet. Doch wie kam der württembergische Hochadel eigentlich in die kleine Stadt am Rande zu Baden? Es begann mit Herzog Friedrich, geboren 1615. Ein Jahr war er jünger als sein Bruder Eberhard III, der die Regierungsgeschäfte in Stuttgart übernahm. Friedrich hingegen landete 1650 in Neuenstadt, bekam ein kleines Fürstentum am Rande zu Baden. Das dortige, nicht allzu attraktive Schloss - früher im Besitz der Herren von Weinsberg dann von Friedrich Achilles aus der Mömpelgarder Linie - stand leer. Herzog Friedrich herrschte über die Ämter Neuenstadt, Möckmühl, und die Hälfte des Amtes Weinsberg. Als er 1682 starb, wurde er in der Kocherstadt begraben. 1953 veranlaßten Herzog Philipp von Württemberg (Altshausen) und das Landesamt für Denkmalpflege eine durchgreifende Renovierung der Gruft und der prächtigen, reich bemalten Sarkophage. Seitdem ist die Herzogliche Gruft Neuenstadt wieder zugänglich. |
|
In der Vorderen Gruft unter dem Chor der Kirche, sind prächtige Sarkophagen, welche mit den noch gut erhaltenen aufgemalten Wappen der Verstorbenen und ihrer Ahnen in sechster Ahnenreihe geschmückt sind, ruhen sie hier als ehrwürdige Denkmale früher glanzvollerer Zeiten.
Herzog Friedrich von Württemberg-Neuenstadt, der Begründer der
Neuenstadter Linie, geb. am 19. Dezember 1615, gest. am 24. März 1682,
sowie dessen Gemahlin Clara Augusta geb. Herzogin von Braunschweig -
Wolfenbüttel geb. zu Hitzger im Fürstentum Dannenberg, geboren am
25. Juni 1632, gestorben am 6. Oktober 1700 auf dem Weissenhof.
Neben ihnen ruhen ihre Söhne, welche sich durch ihre hervorragenden
Taten und sonstigen edlen Eigenschaften unter ihren Zeitgenossen berühmt
gemacht haben, und zwar:
Aus der Abstammung des Herzogs Friedrich August, der mit seiner
Gemahlin in Gochsheim im Kraichgau beigesetzt ist:
|
|
In der inneren Gruft unter der Sakristei ruhen Prinzessin Anna Johanna, Tochter Herzog Johann Friedrichs, geboren am 16. März 1619, gestorben am 5. März 1629. Aus der Abstammung Herzog Friedrichs:
|